Hallo Angst… wie alles begann

Hallo Ihr Lieben!

gleich zum Start soll es erstmal keinen Beauty-Post geben, sondern einen Text aus meinem Leben. In der Menüleiste habe ich eine neuen Punkt eingerichtet. “Lebenswelt” soll der Oberbegriff für alles sein was mich außer Make up und Wolle sonst noch so beschäftigt. Hauptsächlich werde ich hier über mein Leben mit Angststörung sowie meinen Erfahrungen zum Thema Pille absetzen berichten. Über die Unterpunkte in der Menüleiste könnt Ihr direkt zu den Themen springen die Euch am meisten interessieren. Aber genug der Einleitung.

 

August 2012 – das Leben könnte nicht besser sein.

3 Wochen Urlaub, eine davon mit meinem Schatz in Paris, erster Jahrestag vor dem Eifelturm, gute Ergebnisse in der Ausbildung, Anfang 3. Lehrjahr, Auszug von zu Hause, neuer Haushalt mit meinem Freund zusammen und ganz nebenbei Wechsel der Pillen-Sorte. Ja es hätte mir besser nicht gehen können. Schönes Wetter, die Sonne auf dem Bauch und ein Lachen im Gesicht. Es fehlte an nichts. Gesundheit, Liebe, Glück – alles auf unserer Seite. Die vielen Veränderungen und den Stress merkte ich kaum. Ich fühlte mich rundum wohl.

 

Anfang September 2012 – der Alltag hat mich wieder.

Der Sommerurlaub war rum und der Start ins neue Lehrjahr stand bevor. Ich mochte meinen Job und freute mich wieder unter den Kollegen zu sein. Ich war doch so voller Kraft und Lebensfreude, doch bereits nach wenigen Tagen Arbeit fühlte ich mich komisch… ich hatte das Gefühl, dass irgendwas am Mittagessen auf Arbeit (Lieferdienst) schlecht gewesen sein muss, denn ich fühlte mich plötzlich als müsste ich mich übergeben. Es drehte sich alles und mein Bauch schmerzte. Aber ich biss die Zähne zusammen. “Du kannst jetzt nicht krank sein, du hattest doch erst 3 Wochen Urlaub, was sollen die anderen denken”. Es ging noch einige Tage soweiter. Immerwieder hatte ich diese Körpersymptome und immer wieder gingen sie irgendwann weg. Ich dachte mir nichts dabei und war froh wieder fit zu sein.

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Mitte September 2012 – die schlimmste Nacht meines Lebens

Wahrscheinlich gibt es kaum eine Situation an die ich mich so gut erinnere wie diese eine Nacht im September. Daran zu denken tut weh und auch jetzt spüre ich wie mir kalt wird und mein Herz wie verrückt schlägt. Ich schlief abends wie immer neben meinem Freund ein als ich mitten in der Nacht plötzlich klitschnass geschwitzt aufwachte. Mein Herz raste. Ich spürte es schmerzhaft in mir pochen. Alles drehte sich, ich konnte mich kaum aufsetzen und sah fast nichts mehr. Ich hatte das Gefühl als wenn mir ein Elefant auf der Brust steht und ich dachte ich würde ersticken. Angsterfüllte weckte ich meinen Freund, der versuchte mich zu beruhigen. Das alles half nichts, ich hatte Schmerzen ohne Ende, wusste nicht mehr weiter, ich war davon überzeugt zu sterben. Sogar meine Mum rief ich nachts halb drei an. Auch sie sprach mir gut zu, ich sollte versuchen ruhig zu bleiben und morgen früh zum Arzt gehen. Erst nach ca. 40 min ließen die hefitgen Körpersymptome allmählich nach. Dennoch war an schlafen nicht zu denken. Ich fühlte mich gerädert, hatte Kopfschmerzen und die Sorgen kreisten nur so durch meinen Kopf.

 

Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich natürlich noch nicht, dass ich eine Panikstörung entwickelte und hatte die Befürchtung schlimm krank zu sein…

Ein langer Text und es fiel mir unheimlich schwer das ganze niederzuschreiben, denn es war der Beginn einer ziemlich dunklen Phase meines Lebens. Aber es tut auch gut und genau deshalb möchte ich Euch teilhaben lassen.

Kommentare

  1. hey :) Respekt mir selbst geht es ähnlich und ich finde es super das du darüber so offen schreibst! Bleib Stark !

    ganz liebe Grüße

    Sarah / sarah.shopaholic

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    1. Danke für deinen Kommentar und die lieben Worte! Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft diese schlimmen Phasen durchzustehen. Am Ende lohnt es sich immer zu kämpfen.

      Liebe Grüße
      Claudi

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